ACCESS

Integriertes Mobilitätskonzept für den Schienenkorridor Malente-Lütjenburg als Modell für erfolgreiche Schienenreaktivierungen in ländlichen Regionen 

 

Reaktivierte Bahnstrecken können ihr volles Potenzial nur entfalten, wenn sie in ein abgestimmtes Gesamtsystem aus Bus, Bahn und Fahrrad eingebettet sind. Im ländlichen Raum fehlt dieses Zusammenspiel bislang in vielen Regionen: Busangebote sind vor allem auf den Schülerverkehr ausgerichtet, die Fahrradinfrastruktur ist lückenhaft, Umstiegspunkte sind wenig attraktiv. ACCESS setzt genau hier an – und entwickelt für die Reaktivierung der Bahnstrecke Malente – Lütjenburg ein umsetzungsreifes Gesamtkonzept zur Verlagerung von Personen- und Kleingüterverkehren auf den Umweltverbund.

Geplant ist ein taktintegriertes, feinerschließendes Busangebot als „Landbus"-System sowie zwei Ortsbussysteme, die den Bahnverkehr nahtlos ergänzen. Neben klassischen Linienverkehren werden On-Demand-Optionen, autonome Kleinbusse und die Kombibusoption geprüft. Bahn und Bus sollen darüber hinaus Aufgaben in der ländlichen Logistik übernehmen und so zur wirtschaftlichen Tragfähigkeit der reaktivierten Strecke beitragen.
Im Radverkehr entstehen attraktive und diebstahlsichere Abstellanlagen, ein verbessertes Radwegenetz sowie ein öffentliches Leihfahrradsystem nach dem Vorbild der Sprottenflotte. Die Schnittstellen zwischen den Verkehrsmitteln – Bushaltestellen, Bike&Ride-Anlagen, Leihradstationen – werden konsequent auf verlustzeitfreie Reiseketten ausgerichtet.

Die entwickelten Konzepte werden durch intensive Kommunikationsmaßnahmen begleitet und sollen die nötigen politisch-administrativen Prozesse in den Kreisen Plön und Ostholstein, den betroffenen Gemeinden sowie bei NAH.SH anstoßen. Ziel ist ein verallgemeinerbares Modell für erfolgreiche Streckenreaktivierungen und ländliche Mobilitätskonzepte.


  • Projektlaufzeit:  06/2026 – 11/2027 
  • Fördersumme: 150.000 € 
  • Förderprogramm: DATIpilot 

Verbundkoordinator

Prof. Dr. Heiner Monheim
Kontakt

Verbundpartner