AutoJoin
Autonome Kopplung mobiler, schienengebundener Plattformen mit Remote-Überwachung
AutoJoin geht davon aus, dass ein Betrieb eingleisiger, ländlicher Eisenbahnstrecken effizient und nachhaltig betrieben werden kann, indem kleine Fahrgast-Transportplattformen teilautonom und bedarfsorientiert verkehren. Ein realistischer Betrieb wird durch die parallele Nutzung mehrerer solcher kleinen Plattformen („Sammeltaxi“ mit dedizierter Route) umsetzbar. Dies hätte bspw. zur Folge, dass Passagiere bei Zusammentreffen auf freier Strecke ohne Ausweichmöglichkeiten von einer Plattform zur nächsten wechseln müssten.
Deshalb verfolgt AutoJoin zwei zentrale Forschungsstränge – intelligente Kommunikation und autonome Fahrzeugsteuerung – und vereint sie zu einem integrierten System, das unter realen Bedingungen erprobt wird.
Drahtlose Übertragung und Remote Operations Center
Sensorsignale und Statusinformationen der Fahrzeuge werden unter opportunistischer Nutzung verfügbarer Kommunikationsinfrastruktur drahtlos übertragen. Aufbauend auf den Verfügbarkeitsdaten aus dem Vorprojekt REAKT-DATA wird dabei eine prädiktive Bewertung der Übertragungsqualität erstellt. Die Bewegungsgleichungen der Schienenfahrzeuge fließen in das Datenmodell ein und ermöglichen präzise Zustandsschätzungen, Trajektorienvorhersagen sowie Überwachung in einem Remote Operations Center.
Autonome Steuerung und sichere Kopplung
Für die selbstständige Annäherung und das Herstellen der Fahrzeugverbindung werden geeignete Sensorlösungen zur Abstands- und Zustandsschätzung entwickelt und mit Regelungsansätzen kombiniert, die ein sicheres Manövrieren bis zur stabilen Kopplung gewährleisten.
- Projektlaufzeit: 06/2026 – 12/2028
- Fördersumme: 350.000 €
- Förderprogramm: DATIpilot
Verbundkoordinator
Prof. Dr.-Ing. Sven Tomforde
Leiter der Arbeitsgruppe Intelligente Systeme am Institut für Informatik, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
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